Bodenanalysen

Bodenanalyse bei extensiver Bodennutzung

Da der eigene Garten heute keinen entschiedenen Anteil an der Ernährung der Familie hat, ist im allgemeinen von einer extensiven Nutzung des Gartens auszugehen, d.h. der Fläche werden nur wenige Nährstoffe entnommen. Somit unterscheidet sich die Art der Bodennutzung in unseren Gärten von der landwirtschaftlichen Nutzung. Gleichwohl gibt es Parallelen zu der intensiven Nutzung, die die Übertragung der Richtwerte aus der Dünge- und Klärschlammverordnung zur Beurteilung der Dünge- und Schadstoffsituation, auch für den eigenen Garten, sinnvoll erscheinen lassen.
Ein bedarfsgerechte Düngung sollte nur die Nährstoffe nachführen, die fehlen. Oftmals wird zu viel gedüngt. Das kann zu Pfanzenschäden führen oder auch die Spurenelementverfügbarkeit verringern. Beispiele hierfür sind die übermäßige Phosphatdüngung oder Kalkung des Bodens.
Ökologisch sinnvoll ist es den Nährstoffbedarf der Pflanzen hauptsächlich durch eine eigene Kompostwirtschaft zu decken.

Unsere Bodenanalysen richtet sich an den Hausgartenbesitzer bzw. Kleingärtner. Unsere Analyse soll Ihnen Informationen über die Bodenqualität in Ihrem Garten oder Grundstück zu geben. Diese Information soll seinem eigenen, sowie dem Schutz der Natur dienen. Diesen beiden Aspekten versuchen wir in zwei Teilanalysen gerecht zu werden, die sowohl einzeln als auch als Gesamtpaket angeboten werden.


Bodenanalyse auf Nährstoffe

analysierte Parameter: pH-Wert, Magnesium, Calcium, Kalium, Zink, Kupfer Nitrat, Phosphat, Bor, Molybdän

Zum Umfang der Auswertug gehört eine Düngeempfehlung. Es wird die Humusklasse und die Bodenart bestimmt.


Bodenanalyse auf Schadstoffe

Die Bodenschadstoffanalyse beinhaltet die Untersuchung, der am häufigsten vorkommenden Schwermetalle, z.B. in Folge von Schadstoffeintrag aus der Industrie. Orientierungswerte sind hierbei die Schwellwerte nach der Klärschlammverordnung (AbfKlärV, vom 15. April 1992). Bei einer Unterschreitung dieses Grenzwertes ist nach allgemeiner Auffassung eine Nutzung der Fläche auch zum Anbau von Nutzpflanzen möglich.

analysierte Parameter: Blei (100 ppm), Cadmium (1,5 bzw. 1 ppm), Chrom (100 ppm), Kupfer (60 ppm), Nickel (50 ppm), Quecksilber (1 ppm), Zink (200 bzw. 150 ppm)


Kombinationsanalyse: Bodenanalyse auf Nährstoffe und Schadstoffe in einem

Diese Analyse umfasst die Nährstoffanalyse sowie die Schadstoffanalyse. Profitieren Sie von dem Preisvorteil.

 

So könnte Ihr Ergebnis der Bodenanalyse aussehen:

boden analyse



bodenanalyseIntensive Bodennutzung

Eine intensive Bodennutzung, wie sie die moderne Landwirtschaft darstellt, sorgt für eine kontinuierliche Entnahme von Nährstoffen aus dem Boden. Werden diese nicht nachgeführt nimmt die Fruchtbarkeit und damit das Pflanzenwachstum schnell ab. In der Landwirtschaft gelten Bodenanalysen seit Jahrzehnten als unverzichtbar. Der Landwirt kann es sich bei dem Preiskrieg, der zu immer niedrigeren Erzeugerpreisen geführt hat, heute nicht mehr leisten, bei seinem wichtigsten Produktionsmittel, dem Boden, etwas dem Zufall zu überlassen. Einerseits geht es um beste Erträge, andererseits sind gerade die Mineraldünger relativ teuer. Schon aus ökonomischen Gründen ist eine Kontrolle der Bodennährstoffe sinnvoll, um nur in dem Maße Nährstoffe zuzuführen, in dem sich eine wirtschaftliche Ertragssteigerung erzielen läßt.
Neben der Ertragsoptimierung wird aber auch die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben vom Landwirt verlangt. Zu nennen sind hier die Dünge- und die Klärschlammverordnung. Diese sind besonders im Hinblick auf die Verwendung von billigen Düngern (Abfalldüngern) wichtig. Stalldünger, z.B. Gülle, stellen für manche Landwirte ein Problem dar, da diese entsorgt werden müssen. So kommt es auf manchen Flächen zu einem zu hohen oder auch zeitlich falschen Einsatz von Düngemitteln, was zu einer Belastung des Grundwassers führen kann.
Ein anderes Problem stellt die Ausbringung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen dar. Dies bietet dem Landwirt neben der Düngewirkung auch noch einen wirtschaftlichen Vorteil durch Entsorgungszahlungen. Nachteilig ist allerdings, die mit dem Klärschlamm verbundene Belastung des Bodens, besonders durch Schwermetalle. Die Klärschlammverordnung regelt und begrenzt die Ausbringung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, um die Belastung unserer Nutzpflanzen durch giftige Schwermetalle zu minimieren.

 

Was ist eigentlich Boden?

Unter dem Boden versteht man die äußerste Schicht der Erdkruste, bis in eine Tiefe von wenigen Metern. Diese Schicht unterscheidet sich schon optisch grundlegend von den weiter unten liegenden Schichten. Das liegt hauptsächlich an den kohlenstoffhaltigen Humusstoffen, die dieser fruchtbaren Schicht eine zumeist dunklere Färbung geben. Neben den für die Bodenstruktur und die Nährstoffspeicherung wichtigen Humusstoffen, wird die Fruchtbarkeit eines Bodens, durch das Angebot anorganischer Nährstoffe, bestimmt. Daneben spielen auch die Bodenorganismen, bis hin zu Bakterien, eine entschiedene Rolle. Die Bodenorganismen sorgen für wichtige, stoffliche Umsetzungen, Transport und die Verbesserung der physikalischen Eigenschaften des Bodens. Diese beeinflussen das Vermögen des Bodens Wasser zu halten und einen Gasaustausch mit der Atmosphären zu erlauben.