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Die Sporen der Schimmelpilze gehören zu den wichtigsten Innenraumallergenen. Sie verbreiten sich im Innenraum und binden sich an Feinstäube, die als Schwebstaub in der Innenraumluft vorhanden sind. So werden sie, von den sich dort aufhaltenden Menschen, eingeatmet und gelangen über die Atemwege in den menschlichen Organismus. Mit einem Schimmelpilztest erhalten Sie eine Indikation, ob ein Raum von einem Schimmelpilz befallen ist.

Was ist Schimmel?

Die gebräuchliche Bezeichnung "Schimmel" stellt keinen systematischen Begriff dar, der eine Einordnung als eigene Gruppe im Pilzsystem zulässt. Vielmehr handelt es sich um die Bezeichnung für verschiedene Pilze, die wir in bestimmten Lebensräumen bzw. auf bestimmten Substraten beobachten. Es handelt sich also um einen Sammelbegriff für Mikropilze, die sich rasch vermehren und Ihren Nährboden, mit einem für das Auge sichtbaren Pilzgeflecht, überziehen. Diese Pilzgeflechte dienen der Vermehrung über Sporen und können recht unterschiedlich aussehen: Weiß, farbig, schimmernd, samtig, flaumig, watteartig, wollig oder fädig. Die Klassifizierung der unterschiedlichen "Schimmel" ist selbst für Experten oft sehr schwierig. Häufige Schimmelpilzspezies sind Penicillium, Aspergillus, Cladosporium, Fusarium, Alternaria, Mucor und Rhizopus. In Bezug auf die menschliche Gesundheit gibt es eher harmlose aber auch schädliche Schimmelpilze. Manche Schimmelpilze bilden hoch giftige Stoffwechselprodukte, z.B. bilden Aspergillen - insbesondere Aspergillus flavus - krebserregende Aflatoxine.

Wo entstehen Schimmelpilze?

Zunehmend gibt es in Häusern und Wohnungen Probleme mit Schimmelpilzbefall. Hauptursache ist eine überhöhte Feuchtigkeit in der Wohnung, die folgende Ursachen haben kann:

  • Bauliche Wasserschäden, z. B. defekte Rinnen, fehlender Spritzwasserschutz oder defekte Drainage
  • Fehlende oder mangelhafte Sperrschichten zum Erdreich
  • Falsche Wärmedämmung von Außenbauteilen
  • Wärmebrücken, z. B. am Fenstersturz, Balkonplatte aus Beton, ungedämmtes Fallrohr
  • Hohe Luftfeuchtigkeit im Innenraum durch Duschen, Kochen, Waschen - bei gleichzeitiger schlechter Lüftung
  • Feuchtigkeitsabsperrende Innenverkleidung, z.B. Lackanstriche oder Kunststofftapeten
  • Mangelhafte Bauaustrocknung im Neubau

Bei solchen Verhältnissen und im Zusammenhang mit Wärme wird das Wachstum von Schimmel stark gefördert.


Schimmelpilztest verschafft Klarheit

Mit unserem Schimmelpilztest erhalten Sie eine Indikation, ob sich in einem Raum ein Schimmelbefall befindet. Hierzu stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Mit dem Schimmelpilztest Passiv können Sie einen Hinweis erhalten, ob sich vermutlich ein versteckter Schimmbefall vorliegt. Mit dem Schimmelpilztest Abklatsch können Sie eine verdächtige Stelle direkt untersuchen. Bei beiden Tests wird ein Nährboden verwendet, der dann im Labor bebrütet wird. Bei beiden Tests werden die Schimmelpilzgattungen bestimmt. Sie erhalten einen schriftlichen Befund aus dem Labor zu Ihrem Schimmelpilztest.


So kann das Ergebnis des Schimmelpilztests aussehen:

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Gesundheitliche Auswirkungen

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Sporen sind abhängig von der Anzahl der Sporen, der sporenproduzierenden Schimmelpilzart und der gesundheitlichen Verfassung des Menschen.

  • Bei immungeschwächten Personen können Pilzsporen Erreger von Pilzerkrankungen (Mykosen) sein.
  • Schimmelpilzbestandteile in Form bestimmter Eiweißkomplexe können allergische Reaktionen auslösen.
  • Pilzgifte (z. B. Aflatoxine, Anthrachinone) sind möglicherweise Verursacher von unspezifischen gesundheitlichen Problemen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schleimhautreizungen und erhöhter Infektanfälligkeit.
  • Mikrobiologisch produzierte organische Verbindungen (MVOC) verursachen, aufgrund ihres moderigen Geruchs, ein schlechtes Raumklima.

Als typische Erkrankungen bei Personen, in Zusammenhang mit Schimmel in Wohnräumen, gelten Atemwegserkrankungen (79%), Infektanfälligkeit (52%) und Müdigkeit/Antriebsstörungen (40%). Besonders Kinder gelten als Risikogruppe.

Ursache der unterschiedlichen Gesundheitsstörungen, die Schimmelpilze auslösen können, sind zumeist allergische Reaktionen unterschiedlichen Typs:

  • Typ I: Soforttyp - hier kommt es zu einer sofortigen Reaktion auf fremde Eiweißstrukturen. Diese Eiweißstrukturen befinden sich auf den Oberflächen von Schimmelsporen und auch auf abgestorbenen Pilzteilen. Symptome sind meist Atemnot, Ausschläge und Kreislaufstörungen.
  • Typ III: Bei Dauerkontakt mit dem Allergen kann die Konzentration von Antikörpern im Blut stark ansteigen. Es kommt zu Reaktion mit den Allergenen und damit zur Bildung von Immunkomplexen. Symptome sind z.B. Husten, Atemnot, Fieber, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen.
  • Typ IV: Hierbei liegt keine Antikörperreaktion zugrunde, sondern eine Irritation von zellulären Botenstoffen. Symptome sind z.B. Migräne, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Magen-Darm- Beschwerden, Autoimmunerkrankungen, Neurodermitis etc.

 

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Gegenmaßnahmen bei Schimmelbefall - Wie kann eine Sanierung durchgeführt werden?

Liegen die Ursachen für erhöhte Schimmelbelastungen in einem Feuchteschaden, hilft langfristig nur eine bauliche Verbesserung. Nach der Sanierung von defekten Materialien, der Einbringung von Sperrschichten oder der Veränderung des Taupunktes ist eine vollständige Trockenlegung und teilweise auch eine Entfernung belasteter Materialien erforderlich. Ist eine Schimmelpilzbelastung durch falsches Lüftungsverhalten entstanden, muß nach der Entfernung belasteter Materialien (z.B. Tapeten) der Untergrund eventuell behandelt und neu aufgebaut werden.

Der Einsatz von chemischen Stoffen (Fungizide) zur Pilztötung scheint oftmals unabwendbar. Es bestehen aber erhebliche Bedenken, da Fungizide auch auf den Menschen gesundheitschädlich wirken können. Zudem führen fungizide Mittel oft nur vorübergehend zur Beseitigung des Pilzschadens und können eine Neubesiedelung bei fehlenden technischen Maßnahmen (Austrocknung ) nicht verhindern. Im Notfall sollten unter Beachtung aller Sicherheitsregeln und sonstiger Produkthinweise aufgrund der hohen Wirksamkeit Alkohole oder quartäre Ammoniumverbindungen eingesetzt werden.