luftanalyse raumluftWas sind schwerflüchtige Wohnraumgifte?

Unter schwerflüchtigen Wohnraumgiften versteht man organische Verbindungen, mit denen Baumaterialien belastet sein können und die eine gesundheitsschädliche Wirkung auf die Bewohner entfalten können. Aufgrund des niedrigen Dampfdrucks entweichen diese Stoffe meist nur sehr langsam, dafür aber oft über sehr lange Zeiträume.
Sie reichern sich an partikelförmigen Aerosolen in der Raumluft an bzw. im Hausstaub und werden gerade von Säuglingen, Kleinkindern und Kranken aufgenommen, die sich häufig in bodennahen Bereichen aufhalten.
Die Stoffe sind aufgrund der geringen Raumluftkonzentration oder durch Gewöhnung geruchlich häufig nicht wahrnehmbar.

In den menschlichen Organismus gelangen die Gifte über die Lunge, über den Magen-Darm-Trakt und über die Haut. Da alle Fette diese Stoffe geradezu magisch anziehen, reichern sich diese Stoffe auch gerne in fetthaltigen Lebensmitteln an und werden beim Verzehr über den Darm aufgenommen. Über das Blut gelangen die Stoffe in die Zielorgane Leber, Nieren und Gehirn. Daneben stellt das Körperfett einen sehr guten Speicher dar. Manche Gifte können über die Muttermilch auch an Babys weitergegeben werden, weswegen das Stillen eine zeitlang umstritten war.
Die Bereiche, in denen diese Chemikalien eingesetzt wurden und häufig immer noch werden, sind vielfältig. Man findet sie in Holzschutzmitteln, Klebern, Farben, Kunstharzen, z.B. für Spanholzplatten (Phenol), Weichmacher für PVC, elektronischen Bauteilen etc. Die Wirkungen stellen sich oft erst nach einer langfristigen Exposition ein.


Wie sehen Gesundheitsstörungen aus?

Die Symptome gesundheitlicher Störungen durch Raumluftbelastungen können vielfältig sein. Sie reichen von Reizungen, Allergien und Störungen der Psyche und des Nervensystems bis hin zu Krebs. Auch Auswirkungen auf das Immunsystem und die Fruchtbarkeit konnten nachgewiesen werden.

Als Oberbegriff für die erworbenen rezidivierenden Symptome, vorzugsweise an mehreren Organsystemen, wurde der Begriff "MCS" (Multiple Chemical Sensitivity) geprägt (1987 Cullen).

Typische Symptome für eine Holzschutzmittelbelastung sind:

  • Internistisch: Schwellungen im Gesicht, Allergien, chronische Bronchitis, Fieberschübe, rheumatoide Erkrankungen
  • Psychiatrisch und psychomotorisch: Depressionen, Schlafstörungen, Benommenheit, Antriebsstörungen, Konzentrationsmangel
  • Neurologisch: Kopfschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, herabgesetzte Nervenleitgeschwindigkeit, Sensibilitätsstörungen, Parästhesien

Synthetische Pyrethroide wie der Mottenschutzwirkstoff Permethrin wirken als Nervengift. Es kommt zu Krämpfen, Lähmungen oder zu einer Übererregbarkeit. Da die Aufnahme hauptsächlich über den Staub erfolgt, können nach kurzer Zeit Hautallergien sowie Reizungen der Augen und der oberen Atemwege auftreten. Als Symptome einer Langzeitwirkung sind Parästhesien wie Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schwindelgefühl bekannt.


Ist Ihre Wohnung belastet?

Die meisten Raumluftgifte zeigen schon weit unterhalb der Schwelle, ab der wir sie riechen können, ihre gesundheitsschädlichen Auswirkungen. Es gibt jedoch Indizien, die auf eine mögliche Belastung hinweisen. Das sind z.B. großflächige Holzverkleidungen, die gerade in den siebziger und achtziger Jahren mit Holzschutzlasuren behandelt wurden. Diese Lasuren enthielten oftmals PCP (seit 1989 in Deutschland verboten) und Lindan als Schutz vor Holzwürmern oder Schimmel. Diese Maßnahmen sind bei Innenraumhölzern übrigens vollkommen überflüssig, da ein "Befall" von Hölzern unterhalb eines Feuchtegehalts von 20% praktisch ausgeschlossen ist.
Neben dem "Holzschutz" sollten auch früher verwendete Fugendichtmittel (Plattenbauten etc.) und Kondensatoren z.B. in alten Beleuchtungseinrichtungen, misstrauisch machen (PCB - polychlorierte Biphenyle).
Benz-a-pyren ist eine Leitsubstanz für die große Gruppe der meist krebserregenden Polycyclischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Die PAK kommen vor allem im Teer vor. In Wohnungen können sie sich folglich dann finden, wenn dort starke Raucher wohnen. Bis in die sechziger Jahre wurde weiterhin Teer zum Verkleben von Parkett verwendet. Im Laufe der Zeit versprödet dieser Parkettkleber allerdings oftmals. Dadurch können PAK-haltige Teerpartikel durch die Ritzen des Parketts in die Raumluft gelangen. Bei losen Parkettplatten kann beim Begehen eine "Pumpwirkung" festgestellt werden, durch die der Staub hochgewirbelt wird. Besonders am Boden spielende Kinder können betroffen sein.
Selbst ein Teppich mit Wollsiegel kann aufgrund der "Mottenschutzbehandlung" mit synthetischen Pyrethroiden eine Gesundheitsgefahr darstellen (z.B. Permethrin).

Neben den genannten Indizien sollten alle Gesundheitsstörungen (MCS), die nicht eindeutigen Ursachen zuzuordnen sind, misstrauisch machen. Die Frage, ob eine Belastung mit Raumluftgiften vorliegt, lässt sich abschließend nur durch eine chemisch-analytische Untersuchung beantworten.


weichmacher analyseWeichmacher

Weitere Gefahren können von Weichmachern ausgehen, die zum Teil als endokrin (hormonell wirksam) angesehen werden. Der Anteil an Weichmachern in Kunststoffen kann bis zu 70% betragen. Einsatzgebiete, für mit Weichmacher versetzten "Weich-PVC", sind u.a. Bodenbeläge, Kabel, Folien, Beschichtungen und Profile für den Bau von Fenstern und Türen. Auch Spielzeug kann Weichmacher enthalten. Grundsätzlich sollte alles Verdacht erregen, was dauerhaft merkwürdig chemisch riecht.
Die am häufigsten eingesetzten Weichmacher (ca. 60%) stammen aus der Stoffgruppe der Phtalsäurediester, der Phtalate. Sie sind vergleichsweise billig und vielseitig einsetzbar. Meistens handelt es sich um Di-2-(ethylhexyl)-phtalat. (DEHP), Di- n- Butylphtalat (DBP), Butylbenzylphtalat (BBP) und Diethylphtalat. Für PVC- Produkte wird üblicherweise DEHP eingesetzt, eine besonders gut erforschte Substanz.
DEHP und DBP dürfen seit dem 30. Juli 2002 weder als Chemikalie noch in sogenannten offenen Anwendungen (z.B. Lacke, Farben) an Privatpersonen abgegeben werden (EU-Leitfaden).


nikotin luftanalyseNikotin

Epidemiologische Studien ergaben ein erhöhtes, relatives Lungenkrebsrisiko auch bei Nichtrauchern, die Zigarettenrauch (ETS= Environmental Tobacco Smoke) ausgesetzt sind. Bei Kindern wurde eine signifikante Erhöhung von Asthma oder erhöhte Empfindlichkeit der Atemwege festgestellt, wenn auch nur ein Elternteil Raucher ist. Zudem wird bei Kleinkindern ein Zusammenhang zwischen ETS und einer erhöhten Rate beim "plötzlichen Kindstod" diskutiert. Als Leitparameter, für die Belastung des Innenraums mit Zigarettenrauch (ETS), kann Nikotin verwendet werden.


Lindan

Lindan (das gamma-Isomer des Hexachlorcyclohexans (HCH)) ist ein weitverbreitetes Kontaktinsektizid, das in der Vergangenheit in großen Mengen als Pflanzen-, Holz- und Textilschutzmittel gegen Insekten, Milben, Flöhe und Läuse eingesetzt wurde. In den meisten Holzschutzmitteln holzschutzmittel analysewar es bis zur Mitte der 80er Jahre in einer Konzentration von 0,5 - 2 % enthalten. Auch in der Veterinärmedizin hat es zur Bekämpfung von Zecken, Läusen usw. große Verbreitung gefunden.
Häufig ist früher bei der Herstellung von Pestiziden ein technisches Produkt eingesetzt worden, das neben dem eigentlichen Insektizid wirkenden Bestandteil Lindan; auch die a-, b-, d- und e-Isomere des Hexachlorcyclohexans enthielt. Für technisches Lindan wurde 1977 ein Anwendungsverbot in der BRD ausgesprochen. Aufgrund seiner hohen Fettlöslichkeit und Stabilität reichert sich Lindan in der Fettkomponente der Nahrungskette an. Den weitaus größten Anteil (> 85 %) an der Lindanbelastung des Menschen haben pflanzliche und tierische Nahrungsmittel. Davon tragen Milch und Milchprodukte zu etwa 10 - 15 % bei. Die Belastung der Muttermilch mit HCH-Isomeren ist immer noch unerwünscht hoch (0,05 mg b-HCH/ kg Fett).


Was wird in der Luftanalyse für die Raumluft getestet?

Luftanalyse Raumluft S1: Quantifizierung und Beurteilung von über 35 schwerflüchtigen Raumluftgiften

Wir untersuchen in Ihrer Hausstaub- oder Materialprobe über 35 Substanzen, die als Leitsubstanzen bestimmter Stoffklassen gelten bzw. bei höheren Konzentrationen nachweislich zu Gesundheitsschäden führen können. Leitsubstanzen sind hierbei Verbindungen, die bei erhöhtem Vorkommen auch auf ein Vorkommen anderer häufig noch gefährlichere Verbindungen schließen lassen.

Folgende Stoffe werden bei der Luftanalyse Raumluft S1 quantifiziert:

  • Chlorierte Benzole: 1,2,(3),4,(5)-Tetrachlorbenzol, 1,2,3,5-Tetrachlorbenzol, 1,2,3-Trichlor-benzol, 1,2,4-Trichlorbenzol, 1,3,5-Trichlorbenzol, Pentachlorbenzol, Pentachlornitrobenzol, Hexachlorobenzol
  • Organochlorpestizide: 2,4'-DDE, 2,4'-DDT, 2,4'-TDE, 4,4'-DDE, 4,4'-DDT, 4,4'-TDE, Aldrin, Dieldrin, Endosulfan_(alpha), Endosulfan_(beta), Endrin, Heptachlor, Heptachlorepoxid (endo), Heptachlorepoxid (exo), Methoxychlor, a-HCH, ß-HCH, ?-HCH (Lindan), d-HCH, e-HCH
  • Polykondensierte Aromaten (PAK): Benzo(a)pyren, Benzo(b)fluoranthen, Benzo(g,h,i)-perylen, Benzo(k)fluoranthen, Fluoranthen, Indeno(1,2,3-c,d)pyren
  • Polychlorierte Biphenyle: PCB101, PCB138, PCB153, PCB180, PCB194, PCB28, PCB52
  • Pyrethroide: cis-Permethrin, trans-Permethrin

Die Ergebnisse der Untersuchung gehen Ihnen in einem umfangreichen, verständlichen Prüfbericht zu. Zur Beurteilung der erhaltenen Schadstoffdaten gibt es gegenwärtig zwar noch keine verbindlichen Grenzwerte, nach Expertenmeinung sollte die Belastung aber jeweils unter 1 mg/kg Hausstaub liegen. Folgende von Umweltmedizinern anerkannte Beurteilungsmaßstäbe finden für Hausstaubproben Anwendung:

  • 1 mg/kg: Keine bzw. unwesentliche Belastung, es hat keine Behandlung z. B. mit Holzschutzmitteln stattgefunden
  • 1 - 10 mg/kg: Geringfügige Belastung, evtl. durch Kontamination über die Raumluft
  • 10 - 100 mg/kg: Belastung, die unter ungünstigen Umständen zu Gesundheitsschäden führen kann
  • 100 mg/kg: Erhebliche Belastung mit möglicher starker gesundheitlicher Gefährdung


Luftanalyse Raumluft S1 - Quantifizierte Leitsubstanzen/Raumluftgifte in Hausstaub und ihre Quellen

SubstanzTypische Quellen in Innenräumen
Lindan (gamma-HCH und andere HCH-Isomere) Holzverkleidungen, behandelte Hölzer
Methoxychlor, Tri- und Tetrachlorbenzol, DDT, Endosulfan und andere OCP (Organochlorpestizide) Insektizidsprays, Hunde- und Katzeninsektizide, Holzschutzmittel
PCB (polychlorierte Biphenyle) Fugendichtmasse bei Plattenbau, Kondensatoren
Benz-a-pyren und 5 weitere PAK (Polyarmomatische Kohlenwasserstoffe) Altes Parkett (60iger Jahre und älter), Tabakrauch
Cis-/trans-Permethrin (synthetische Pyrethroide) Teppiche, Teppichböden, Vorhänge aus Wolle/Baumwolle, Schädlingsbekämpfungsmittel

 

Mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen

  • Internistisch: Schwellungen im Gesicht, Allergien, chronische Bronchitis, Fieberschübe, rheumatoide Erkrankungen
  • Psychiatrisch und psychomotorisch: Depressionen, Schlafstörungen, Benommenheit, Antriebsstörungen, Konzentrationsmangel
  • Neurologisch: Kopfschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, herabgesetzte Nervenleitgeschwindigkeit, Sensibilitätsstörungen, Parästhesien
  • Krebserregend (karzinogen)
  • Fruchtschädigend (teratogen)
  • Hormonell wirkend (endokrin)

 

umweltanalytik


Luftanalyse Raumluft S2: Raumluft S1 mit zusätzlicher Untersuchung auf Pentachlorphenol (PCP)

1989 wurde mit Inkraftsetzung der PCP-Verbotsverordnung in Deutschland dem Umstand Rechnung getragen, dass der allgemein verbreitete Einsatz von Pentachlorphenol als Holzschutzmittel-Wirkstoff zu einer hohen Konzentration in Urin- und Blutplasmaproben der Allgemeinbevölkerung geführt hat. PCP ist im Tierversuch nachweislich als krebserregend eingestuft und es gilt das Minimierungsverbot, d.h. die PCP-Belastung beim Menschen ist möglichst niedrig zu halten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Umweltbundesamt (UBA) empfehlen PCP-Konzentrationen in der Luft (Innenraum- und Außenluft) von unter 1 μg/m3. Neuere medizinische Studien belegen, dass mit der PCP-Verbotsverordnung die durchschnittliche Belastung der Bevölkerung niedriger geworden ist. Gleichzeitig werden aber weiterhin erhöhte PCP-Belastungen festgestellt. Hier gilt es, die Quellen abzuklären und ggf. geeignet zu sanieren.

Das Apotheken-Labor untersucht im Rahmen der Luftanalyse Raumluft S2 Hausstaub- und Materialproben auf alle nach Raumluft S1 relevanten Parameter sowie zusätzlich den Parameter PCP. Da die Untersuchung aufwendig ist und um dem besonderen gesundheitsrelevanten Stellenwert von Pentachlorphenol bei den schwerflüchtigen Wohnraumgiften Rechnung zu tragen, wird dieser Parameter neben der Luftanalyse Raumluft S1 zusätzlich angeboten. Angesprochen sind hier vor allem Personen, die im Innenraum viele Holzverkleidungen und Balken verbaut haben aus den 70er, 80er Jahren und davor.

Achtung: Bei einer erhöhten Konzentration von PCP (Pentachlorphenol) ist auch von der vermehrten Anwesenheit von Dioxinen und Furanen auszugehen. Diese hochtoxischen Verbindungen entstehen bei der Herstellung von PCP als Verunreinigungen und sind noch bedeutend gefährlicher.


Luftanalyse Raumluft S3: GC/MS-Schadstoffscreening inkl. Quantifizierung spezieller Weichmacher

Mittels einer Substanzdatenbank (NIST), die über 100.000 Substanzen erfasst, werden die 10 größten organischen Hauptinhaltsstoffe der Probe (Hausstaub, Material) identifiziert. Dieses wird ermöglicht über das Messprinzip der Gaschromatographie, die gekoppelt ist mit einem massenspektrometrischen Detektor (GC/MS). Das Verfahren des Schadstoffscreenings ist sinnvoll, um schwerflüchtige Substanzen qualitativ erfassen zu können, die nicht über unsere Luftanalysen Raumluft S1 und S2 erfasst sind. Hierbei können z. B. in größeren Mengen in Hausstaub vorhandene Phthalate gefunden werden, die Kunststoffprodukten in großen Mengen zugesetzt werden und langsam aus diesen ausgasen (Weichmacher). So stehen die Substanzen Di-2-(ethylhexyl)-phtalat (DEHP) und Di-n-Butylphtalat (DBP) im Verdacht, krebserregend (karzinogen), fruchtschädigend (terratogen) bzw. hormonell (endokrin) wirksam zu sein. Teilweise wurden sie in Konzentrationen von über 2000 mg/kg in Hausstaubproben gefunden.

 

Schadstoffgezielte Analyse Ihrer Hausstaub- bzw. Materialprobe

analyse hausstaubMittels einer modernen Messtechnik sind wir auch in der Lage, hier bisher nicht aufgeführte Schadstoffe in geringsten Konzentrationen in Material- und Staubproben zu bestimmen. Diese Untersuchung ist sinnvoll, wenn bereits ein konkreter Verdacht auf bestimmte Raumluftgifte besteht bzw. bestimmte Fragestellungen gezielt bearbeitet werden müssen.
So kann z. B. die Bestimmung von Nikotin in Hausstaub oder Wischproben die Frage beantworten, ob in einem Raum bzw. im Auto geraucht wurde. Als Leitparameter für die Belastung eines Innenraumes mit Zigarettenrauch (ETS= Environmental Tobacco Smoke) findet Nikotin Verwendung in wissenschaftlichen Studien und Beiträgen.
Melden Sie sich bei uns telefonisch oder per Email. Unsere Experten helfen Ihnen sehr gerne weiter!
Probenahme

Hausstaub: Die Untersuchung von Staubproben, die leicht durch Staubsaugen gewonnen werden können, bietet ein anerkanntes und verlässliches Verfahren, um eine Abschätzung der Raumluftbelastung mit schwerflüchtigen Schadstoffen vorzunehmen. Die Probenahme (VDI-Vorschrift 4300, Blatt 8) kann auch von Laien einfach durchgeführt werden und ist ausführlich in der mitgelieferten Anleitung beschrieben.

raumluft analyseMaterial: Ebenso ist es möglich, von einem bestimmten in Verdacht stehenden Material eine Probe zu nehmen und untersuchen zu lassen. Es wird dabei an einer unauffälligen Stelle ca. 1g des Materials (z. B. Teppichboden, PVC-Boden, Tapete, Holzspäne etc.) abgetragen und eingeschickt.

Mittels einer modernen Messtechnik sind wir auch in der Lage, hier bisher nicht aufgeführte Schadstoffe in geringsten Konzentrationen in Material- und Staubproben zu bestimmen. Diese Untersuchung ist sinnvoll, wenn bereits ein konkreter Verdacht auf bestimmte Raumluftgifte besteht bzw. bestimmte Fragestellungen gezielt bearbeitet werden müssen.
So kann z. B. die Bestimmung von Nikotin in Hausstaub oder Wischproben die Frage beantworten, ob in einem Raum bzw. im Auto geraucht wurde. Als Leitparameter für die Belastung eines Innenraumes mit Zigarettenrauch (ETS= Environmental Tobacco Smoke) findet Nikotin Verwendung in wissenschaftlichen Studien und Beiträgen.
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"Altlasten" und neue Substanzen - eine Gefahr für die Gesundheit?

Chemikalien haben sich für den Menschen als durchaus nützliche Stoffe erwiesen. Mit dem Beginn der modernen Chemie hat sich die Anzahl der Verbindungen explosionsartig vermehrt. Manche Verbindung, deren Eigenschaft sich auf den ersten Blick als positiv darstellte, zeigte gerade in der langfristigen Wirkung auf die Menschen krankmachende oder sogar tödliche Wirkung. Ein Beispiel hierfür ist der zunächst völlig sorglose, großzügige Umgang mit DDT als Insektenschutzmittel (Biozid). Erst viel später zeigte sich, dass dieses Mittel auch dem Menschen und der Umwelt langfristig schadet.


Was tun bei einer Belastung?

Wenn eine Belastung mit Raumluftgiften oberhalb des Schwellenwertes festgestellt wurde, sollte zunächst die Quelle ausfindig gemacht werden. Durch eine Betrachtung der verbauten und eingesetzten Materialien, könnte man dies überprüfen. Eine anschließende Analyse der in Frage kommenden Materialien bieten wir Ihnen gerne kostengünstig als Folgeanalyse an, um letztendlich die Emissionsquellen genau zuordnen zu können. Rufen Sie uns an oder schicken Sie eine Email. Wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung!

Nach Feststellung der Quelle bleibt in der Regel nur die Möglichkeit, die mit Giftstoffen belasteten Gegenstände bzw. Baustoffe aus der Wohnung zu entfernen oder langfristig zu versiegeln. Der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln sollte zudem grundlegend in Innenräumen vermieden werden (z.B. Hunde- und Katzeninsektizide, Insektizidsprays).

Tipps:

  • Bei behandelten Balken reicht evtl. auch das Abhobeln um ca. 3 mm. Das Abschleifen kann, wegen der Staubentwicklung demgegenüber, nicht empfohlen werden
  • Weiter können belastete Oberflächen auch mit einer Dampfsperre (dampfdichte Folie) versehen werden. Als geeignet hat sich neben einer Spezialfolie insbesondere Aluminiumfolie, im Verbund mit einer Rauhfasertapete oder Rigipsplatten, erwiesen.
  • Entfernung der Fugendichtmasse, evtl. Versiegelung (Beratung durch Architekten)
  • Parkett entfernen oder mittels spezieller Folie und Auslegware abdecken